Tag: social media
Werbeagentur 1.0: jetzt kippt’s
Hat doch nicht schlecht funktioniert
Kommunikation ist ein Metier, das in den letzten Jahren sehr viel komplizierter geworden ist. Wir hatten als ernsthafte Werber zwar schon vor der digitalen Revolution alle Köpfe voll zu tun, Botschaften an Zielgruppen heranzutragen, die dort etwas bewirkten. Aber wir konnten uns auf den eingekauften Werbedruck einigermassen verlassen, weil wir ihn auch immer feinmaschiger anzuwenden verstanden. Und wir waren gut.
Das Ende der Einwegkommunikation
Allerdings wurden die Empfänger auch immer resistenter gegenüber Werbebotschaften. Die Reizüberflutung war nur mit höheren Werbebudgets zu bekämpfen, was die Situation natürlich verschärfte. Von vielen Werbetreibenden und von den meisten Werbeagenturen unterschätzt, hat sich obendrein in der Digitalwolke des Internets klammheimlich eine Gesellschaft gebildet, die das herkömmliche Sender-Empfänger-Prinzip nachhaltig über den Haufen warf. Immer mehr Konsumenten machen sich im Web selber schlau, indem sie Suchmaschinen benutzen, Newsletter und Feeds abonnieren, sich vernetzen und austauschen. Das wäre alles nicht halb so schlimm, würde es nicht ihre Kaufentscheide massgeblich beeinflussen.
Lücken sind verkraftbar
Dass die Werbeagenturen keine Webseiten und nicht mal Banner bauen konnten, haben die Kunden ihnen verziehen. Dass man für einen E-Newsletter zu einer anderen Agentur gehen musste, war halt auch so. Dass plötzlich das Suchmaschinenmarketing so wichtig werden könnte – was kann die Werbeagentur dafür? Also hat man die Lücken eben mit spezialisierten Agenturen gestopft, es waren ja auch nur so flankierende Sachen.
Zuviele Spezialisten, zuwenig Synergien
Aber jetzt kippt’s. Lassen es die Auftraggeber ihren Werbeagenturen nochmals durch, dass sie sich in der Welt der Social Media nicht so recht auskennen? Dass sie weder die psychologischen, noch die technologischen Grundlagen viraler Mechanismen beherrschen? Das sie also in den Hauptkommunikationsströmen der heutigen Zeit kaum den kleinen Zehen baden? Brauchts jetzt dafür nochmals eine Spezialagentur? Und wenn ja, ist dann die Social-Media-Strategie Teil der Werbestrategie oder umgekehrt?
Achtung Eigenwerbung
Ich weiss nicht, wie sich die Mehrheit der Marketingleiter in dieser Frage verhalten wird und wie die Werbebranche damit umgeht. Ich bin nur froh, dass Angelink schon seit der Gründung 1998 crossmedial aufgestellt ist und heute nicht in einen hektischen Aktionismus verfallen muss. Neben Print, TV, Radio und Co. fanden wir alle neu aufkommenden Kommunikationsdiszipline immer spannend genug, dass wir sie schnell beherrschen wollten. So kam es, dass wir in der Schweiz zu den Pionieren im Viral Marketing, im Suchmaschinen-, Affiliate-, Blog- und Social-Media-Marketing avancierten, weil wir überzeugt waren, dass zeitgemässe Kommunikation nicht nur aus SHOUT, sondern auch aus TWIST besteht. TWIST & SHOUT: das hat in den Sechzigerjahren schon gut funktioniert.
Falls Sie es also satt haben, noch mehr Spezialisten auf ein gemeinsames Ziel einzuschwören. Wenn Sie gerne wieder mal die Sicht über den Wald und nicht nur über den jeweils schönsten Baum haben möchten. Und wenn Sie glauben, dass der synergetische Ansatz von TWIST & SHOUT auch Ihren Kunden einfährt – wir freuen uns.
Posted: Juli 10th, 2010 under Gedankengänge, Hot Topics.
Tags: banner, inserat, sem, social media, tv/kino
Comments: none
20 Gründe, warum ein Unternehmen eine Facebook Corporate Site aufschalten sollte.
Persönlich bin ich nicht gerade ein Facebook-Enthusiast. Aber aus einer beruflichen Sorgfaltspflicht heraus, habe ich mir die Mühe genommen, mit einer Marketing-Taschenlampe in der Hand in den Keller und in den Estrich von Facebook zu steigen und die ziemlich verwinkelten Räume etwas auszuleuchten. Zu meinem eigenen Erstaunen, bin ich auf 20 gute Gründe gestossen, weshalb eigentlich ziemlich jedes Unternehmen eine Facebook-Präsenz haben sollte.
1. Spezifisches Gewicht
Facebook ist inzwischen die viertgrösste Website der Welt, wächst atemberaubend weiter und verzeichnet in der Schweiz rund 1.7 Mio. User. Damit ist Facebook schlicht zu bedeutend, um es marketingseitig zu ignorieren.
2. Interne Kommunikation
Ihre Mitarbeitenden können ihre Verbundenheit mit dem Arbeitgeber ausdrücken, indem sie Fan werden.
3. Partner-Kommunikation
Ihre Lieferanten können ihre Ergebenheit demonstrieren, indem sie Fan werden.
4. Kundenbindung
Ihre Kunden können ihre Zufriedenheit ausdrücken, indem sie Fan werden.
5. Viral Effekt
Fan werden und jede andere User-Interaktion auf der Site löst in den Netzwerken der Fans eine Benachrichtigungs-Kaskade aus. Ihre FB-Site ist permanent im «Gespräch».
6. Image
Facebook betont die menschliche, kontaktfreudige, kundennahe Seite Ihres Unternehmens (Social Media). Und Ihre Nähe zum Puls der Zeit. 93 % der Social Media-User sind der Meinung, dass ein Unternehmen eine Social Media-Präsenz haben sollte.
7. Taktische Kommunikation
Sie können Ihre FB-Seite als unkomplizierten Response-, Promotion-, Event- und Dialog-Kanal nutzen, ohne aus Ihrer eigenen Website immer eine Baustelle zu machen. Short Time to Market.
8. Cross Selling
Das Facebook Fan-Widget kann Ihr Webmaster per Copy/Paste in Ihre offizielle Website einbinden. So generieren Sie auch von dort aus neue Fans und wiederkehrende Kontakte.
9. Funktionalität nach Mass
Unzählige Facebook-Apps stehen für unterschiedlichste Marketing-Zwecke (Forum, Umfragen, Promos) kostenlos zur Verfügung. Sie können auch eigene Branded Apps einstellen.
10. Spareffekt
Die Nutzung von Facebook ist auch für Firmen gratis. Facebook kann die Funktion von Microsites und Landingpages übernehmen und Ihnen damit gegebenenfalls viel Zeit und Geld sparen.
11. User Generated Content
Sie können Ihre FB-Site für User Generated Content frei geben und steigern damit Aktualität, Involvement und Viralität Ihrer FB-Präsenz.
12. Suchmaschinenmarketing
Facebook Corporate Sites werden von Google und Co. sehr gut indiziert. Das Unternehmen erhält dadurch Raumgewinn in Editorial Listings und erweitert sein Verlinkungsnetz.
13. Branding
Ab 25 Fans kann ein Unternehmen die URL www.facebook.com/ihrwunschname selber definieren, idealerweise bevor ein anderer es tut. Über HTML- und Flash-Felder kann das Firmen- oder Produkt-Branding auf Facebook hochwertig umgesetzt werden.
14. Traffic Generator
Eine Facebook Corporate und/oder Product Site liefert zusätzlichen Traffic auf Ihre offizielle Website.
15. Skalierbarer Einstieg
Anders als bei den meisten Internet-Aktivitäten (z.B. Website, Blog, Newsletter etc.) kann ein Unternehmen mit geringsten Initialkosten einsteigen und gegebenenfalls später nach Belieben ausbauen.
16. Social Media Marketing
Der Social Media-Leader Facebook kann als Sprungbrett und Drehscheibe ideal für weiterführende Engagements in der immer stärker vernetzten und stärker wachsenden Social Media-Welt dienen. Das Synergiepotential ist riesig.
17. Restriktionen
Sie können Ihre FB-Site ganz oder partiell für bestimmte Altersgruppen und Länder öffnen oder sperren, was rechtliche Probleme lösen und die Zielgruppenansprache verfeinern kann.
18. Message Targeting
Der Site-Betreiber kann seine Fans soziodemografisch selektionieren und über das integrierte Messaging-System anschreiben (Keine Spam-Problematik). Statistische Auswertungen inklusive.
19. Facebook Gruppen
Nebst einer Facebook Fan-Site können Sie im Handumdrehen auch eine marken- oder produktspezifische Special Interest-Gruppe gründen und damit weitere Synergien und virale Effekte erzielen.
20. Display-Werbung
Für die Bewerbung Ihrer Facebook-Aktivitäten (und darüber hinaus) steht Ihnen ein integriertes Werbesystem zur Verfügung, das extrem kostengünstig und mit weitreichenden Targeting-Möglichkeiten eingesetzt werden kann (ähnlich wie Google Adwords). Eine Besonderheit dabei ist die Möglichkeit, Ihre Fan-Basis in Ihre Facebook-Kampagnen zu integrieren (social ads). 83 der 100 grössten amerikanischen Werbetreiber nutzen dieses Instrument.
Posted: August 19th, 2009 under Allgemein, Gedankengänge.
Tags: facebook, social media
Comments: none




